Wenn ich durch die Straßen Wiens schlendere, kann ich nicht anders, als über die kleinen, alltäglichen Begrüßungen zu schmunzeln, die mir begegnen. „Griaß di God!“ hea i oft, und i frog mi, ob da Herrgott wirklich so oft in Wien unterwegs is oder ob ma einfach nur b’sonders höflich san. Manchmal antwort’ i mit einem übertriebenen „Griaß di God, Herrgott!“, wos ma an schiefen Blick von den Leit einbringt.
Es ist diese Art von Humor, die das Leben hier so lebenswert macht. Die Höflichkeit ist in Wien fast schon ein Sport. Wenn i in am Café sitz und die Kellnerin ma mit einem „Bittschön“ mein Getränk bringt, fühl i mi wia a Kaiser.
I erwider mit einem „Danksche, gnä Frau!“, wos oft zu am amüsierten Blick führt. Es is faszinierend, wia diese klan’n Gesten vom Respekt und da Freundlichkeit an Menschen den Tog vabeißen kennan. Manchmal denk i, dass ma in ana Welt leb’n, wo Höflichkeit da Schlüssel zu am glücklichern Leben is – a wenn i manchmal des G’fühl hab, dass de Leit mehr an ihre Handys als an mi interessiert san.
Ausdrücke für Ärger und Frustration
Natürlich gibt’s a Momente, wo die Wiener Höflichkeit auf die Prob g’stellt wird. Wenn i im Stau steh und der Vordermann si net vom Fleck rührt, kann i net anders, als leise vor mi hi z’fuchteln. „Wos treibt der? Spielt der Schach auf da Stroß’n?“ schimpf i manchmal, als ob der mi hör’n könnt. In so Momenten greif i gern auf de typischen Wiener Ausdrücke z’ruck. „Des is jo zum Schrein!“ oder „I glaab, i spinn!“ san mei Favoriten. Und wenn i mit Freunden drüber red, lachn ma oft über unsre klan’n Alltagsdramen. „Wenn des so weidageht, muss i mi als Geduldstrainer selbständig mach’n!“ sag i dann und ma kugeln uns vor Lachen.
Wiener Schmäh für humorvolle Situationen
Der Wiener Schmäh is a Kunst für si. I erinnere mi an a Situation in am klan’n Beisl, wo i mit Freunden g’sess’n bin und ma über’s Leben philosophiert ham. Plötzlich kummt a älterer Herr vorbei, horcht zu und sagt: „Na super, wenns so weidamacht’s, moch ma do gleich a Vorlesung draus!“ Ma san in schallendes Lachen ausbrach’n.
Oder neulich, im Café, sagt a Oida neben mir: „Weißt, warum de Wiener so long im Café hock’n? Weil’s warten, bis die Zeit vageht!“ I hob mi net mehr einkriegt.
Umgangssprachliche Ausdrücke für Freude und Begeisterung
Wenn i mi über wos g’freu – sei’s a guads Essen oder a lustige Zeit mit Freunden – sprudelns die Wiener Ausdrücke nur so aus mir raus. „Des is jo leiwand!“ oder „I bin vü narrisch!“ schrei i dann oft.
I erinnere mi an an Abend im Prater, wo i mit Freunden aufm Riesenrad g’sess’n bin und die Aussicht g’nieß’n hab. „Oida, des is jo der Wahnsinn!“ hab i g’rufen, und mei Freunde ham g’meint: „Jo, owa net runtafall’n, Bua!“
Wiener Ausdrücke für Verwunderung und Unglauben
Es gibt Momente, do bleibt ma der Mund offen steh’n – im positiven oder negativen Sinn. Wenn i wos Voig’s seh, ruf i oft: „Des gibt’s jo net!“ oder „I glaab, mei Schwein pfeift!“
Neulich hat mir a Freund von seina Reise nach Neuseeland erzählt. Er sogt, er hat dort a Känguru g’sehn. „I dacht imma, die gibt’s nur im Zoo!“ hab i g’schri’n. Und er lacht: „Jo, und des Viech hat mi a so o’g’schaut, als ob’s sogt: ‚Wos mochst du do?’“
Typische Phrasen für Enttäuschung und Resignation
I erinner mi an an Abend mit Freunden, wo ma über unsre g’scheiterten Träume g’red’t ham. „I wollt imma Astronaut werd’n“, sogt ana. „Owa jetzt sitz i do mit eich – a ned schlecht!“ Ma ham g’lacht und uns gedacht: Eh wurscht, so schlecht is’ a net.
Manchmal hilft’s einfach, zu wissen, dass ma net alloa is – selbst wenn’s Leben net so lauft, wia ma’s si vurstellt. „Des Leben is hoid ka Wunschkonzert“, sagt’s eine, „aber a Schlagerfestival is a net.“
Schimpfwörter und Kraftausdrücke für extreme Emotionen
Wenn’s amal rund geht – sei’s Wut oder Frust – fall’n ma oft de typischen Wiener Schimpfwörter ein. „Oida, bist deppat?!“ oder „Des is jo zum Kotzen!“ san mei Favoriten in so Momenten.
Neulich hob i an Stress mit am Nachbarn g’habt, weil er mein Parkplatz blockiert hat. „Heast, wüst mi auf da Straße schlofn loss’n?“ hob i g’schri’n. Er schaut mi an und sagt: „Na und? Hast dein Namensschild d’raufpickt oder wos?“ In dem Moment hob i nur mehr lachen können und mir dacht: „Jo eh, des is Wien.“
Wiener Ausdrücke für den Umgang mit anderen Menschen
In Wien geht nix ohne a bissl Schmäh und an guat’n Schmäh kann ma mit am Lächeln no verstärk’n.
I erinnere mi an a alte Dame im Park, wo de Taub’n g’füttert hat. I hock mi neba sie und frog: „Reicht des Brot für olle?“ Sie grinst und sogt: „Jo, jo – aber satt wean’s eh nie!“
Es san genau de klan’n Momente, de Wien so leiwand mach’n. Und wenn i durch die Straßen der Stadt geh, muass i oft schmunzeln. Weil am End vom Tog san’s genau de klan’n G’schichtn, die uns Leben so richtig lebenswert mach’n.
Wenn du dich für die besten Wiener Ausdrücke interessierst, solltest du unbedingt auch einen Blick auf den Artikel über Sicherheit in Österreich werfen. Dort findest du Informationen über Detekteien und Security-Dienstleistungen, die dir helfen können, dich in verschiedenen Lebensmomenten sicher zu fühlen. Schau doch mal auf dieser Seite vorbei und entdecke, wie du dich in Österreich optimal schützen kannst.